Windmühle WaldfeuchtNach dem Verlust seiner Bockwindmühle im Jahr 1897 besann sich der damalige Betreiber Josef Tholen nicht lange und baute sofort eine neue Mühle – jetzt eine Erdholländermühle aus Stein. Sie erhielt drei Mahlgänge. Gegen Windstille bekam sie gleich einen Elektromotor verordnet. Im Spätherbst 1944 hatte sie fürs Überleben derjenigen gesorgt, die vor der nur einige Kilometer weiter westlich zum Stillstand gekommenen Invasions-front hatten ausharren müssen. Damals wurde nur bei Nacht gemahlen. Als die Front längst über Waldfeucht hinweg-gegangen war, wurde die aus dem Krieg unbehelligt hervorgegangene Mühle am 22.2.1945 von einer Explosion erschüttert. Vier amerikanische Soldaten kamen zu Tode. |
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| zurück | Sie hatten Landminen verladen, die beim Mühlenschuppen gelagert waren. Seit 1986 erinnert dort eine Bronzeplakette an das Unglück. Im Herbst 1969 avancierten Mühle und Müller Heinrich Tholen zu Filmstars. Damals ließ der Landschafts-verband Rheinland einen Dokumentarfilm über die Mühlentechnik und den Tagesablauf eines Müllers drehen. Am 18.1.1983 erhielt die Mühle höchsten Besuch: Bundespräsident Carstens war frühmorgens in Waldfeucht zu einem weiteren Abschnitt seiner Wanderung durch Deutschland aufgebrochen und wurde gleich zu Beginn vor der ihm zu Ehren geschmückten Mühle von Müllermeister Tholen begrüßt. Heinrich Tholen betreibt die Mühle noch bis zum heutigen Tag. |
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