- Tag der offenen Tür in allen 5 Mühlen der Selfkantregion
- Umfangreiches gastronomisches Angebot
- Radtour, musikalische Unterhaltung, Oldtimerbus, Planwagenfahrten und ökumenischer Gottesdienst
Am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2010, findet der 17. Deutsche Mühlentag statt. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre gehört der Besuch der Mühlen zum festen Bestandteil im Terminkalender einer interessierten Öffentlichkeit. Die zahlreich geöffneten Mühlen ermöglichen unzähligen Menschen, ob jung oder alt, interessante Einblicke in das Mühlenleben. Für viele ältere Leute bedeutet der Mühlentag eine Reise in die Vergangenheit, weil manche Erinnerungen „an früher“ zum Leben erweckt werden. Kinder und Jugendliche haben die einmalige Gelegenheit, aus der heutigen Hochtechnologiewelt heraus die einfachen, aber wirkungsvollen Mühlentechniken kennen zu lernen.
Wenn am Pfingstmontag von der Nord- und Ostsee bis hin zu den Alpen die Wind- und Wassermühlen ihre Tore öffnen, dann verbindet sich damit eine Spurensuche, die eine über 1000-jährige Technik- und Kulturgeschichte umfasst. Wasser- und Windmühlen stellen ein unablässiges Spiegelbild menschlichen Erfindungsgeistes von der Antike bis in die Neuzeit dar. Kaum eine andere Technologie hat über einen so langen Zeitraum in so vielfältiger Ausprägung die Geschichte der Menschheit beeinflusst und gestaltet. Gelang es doch dem Menschen, die Naturkräfte des Wassers und später des Windes für sich nutzbar zu machen und dadurch menschliche und tierische Arbeitskraft zu ersetzen. Es waren die ersten von Menschen erdachten Energiemaschinen, die das Gesellschaftsleben weiter Teile Europas veränderten. Weit mehr noch, als die spätere Erfindung der Dampfmaschine.
Die Erhaltung von Wind- und Wassermühlen als historische Bauzeugen dieser technischen und wirtschaftlichen Entwicklung über viele Jahrhunderte findet in der Öffentlichkeit ein immer größer werdendes Interesse. Die seit Jahren ständig steigende Zahl der am Deutschen Mühlentag teilnehmenden Mühlen ist dafür ein sicherer Beweis. Innerhalb von ca 10 Jahren hat sich die Zahl von 400 teilnehmenden Mühlen auf nunmehr ca. 1200 verdreifacht.
Unter der Federführung des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. beteiligen sich in diesem Jahr wieder alle 5 Mühlen im Selfkant am Deutschen Mühlentag. Damit stellt die Selfkantregion das größte Potential im Bereich des Rheinischen Mühlenverbandes.
Die 4 Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach sowie die Wassermühle in Millen sind in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Bei genügend Wind werden sich die Windmühlen – mit Ausnahme der Waldfeuchter Windmühle, deren Flügelwerk durch das Sturmtief „Xynthia“ stark beschädigt wurde, drehen. Das Logo des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. weist zu den einzelnen Mühlen.
Der Zweckverband „Der Selfkant“ lädt am Mühlentag zu einer Fahrradtour ein. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr an der Windmühle Breberen. Von da aus führt die Tour zu den Windmühlen Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach, wo jeweils eine kurze Rast mit Gelegenheit zur Mühlenbesichtigung und Erfrischung eingelegt wird.
Der Mühlenexpress, ein Oldtimerbus der WestEnergie, fährt (gegen Entgelt) vom Bahnhof der Historischen Selfkantbahn in Schierwaldenrath die Windmühlen in Waldfeucht und Breberen an. Die Rundfahrten dauern rd. 1,5 Stunden. An den beiden Mühlen ist jeweils für eine knappe halbe Stunde Gelegenheit zur Besichtigung. Die Abfahrtszeiten am Bahnhof Schierwaldenrath sind um 12.00 Uhr, 13.50 Uhr und 15.45 Uhr.
Zwischen den Windmühlen Haaren, Waldfeucht und Breberen pendelt (gegen Entgelt) ein von Pferden gezogener Planwagen mit 24 Sitzplätzen.
An allen 5 Mühlen findet eine Bewirtung der Gäste statt:
Windmühle Kirchhoven-Lümbach – Am Barista-Mobil kann man europäische Kaffeklassiker und edle Schokoladen genießen.
Windmühle Haaren – Hier hat die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Waldfeucht eine Cafeteria eingerichtet.
Windmühle Waldfeucht – Grillspezialitäten, frisch gebackene Waffeln und Erfrischungsgetränke gibt es in der eigens eingerichteten „Mühlenklause“ im ehemaligen Mühlenlager.
Windmühle Breberen – Das neue Café „Aan de Müehle“ mit herrlichem Blick auf die historische Mühle lädt zum Verweilen ein.
Wassermühle Millen – Hier ist die Frauengemeinschaft Millen aktiv. Angeboten werden Suppen nach Omas Rezepten, belegte Brote und natürlich Kaffee und Kuchen.
An der Windmühle Waldfeucht unterhält die Musikgruppe Anton & Gerda die Gäste mit volkstümlichen Weisen. Außerdem kann man hier die Kunst des Spinnens an alten Spinnrädern und andere Handwerke bestaunen. Die Windmühle Breberen bildet die Kulisse für einen ökumenischen Gottesdienst, der hier um 16.00 Uhr stattfindet.
Die mittlerweile 10 „Freiwilligen Müller“ die sich im zweiten Jahr der Ausbildung für das Müllerhandwerk befinden, werden an der Mühle Haaren ihre bisher erworbenen Kenntnisse demonstrieren.
An allen Mühlen, die kostenlos besichtigt werden können, finden Führungen durch die Mühlenbetreiber statt.
An einem Informationsstand an der Windmühle Waldfeucht informiert der Verein Historische Mühlen im Selfkant über die Arbeit und die Ziele des Vereins. Informationsmaterial zu allen 5 Mühlen gibt es natürlich auch an den anderen Mühlen.
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