Windmühle Haaren

„Mien Aerm send stärk, drom brengt mech Werk“ Mit diesen Zeilen aus Spehls Selfkanter Mühlenlied wendet sich die Haarener Windmühle an ihre Kundschaft. Wer wissen will, wie das Lied weitergeht, braucht nur ein paar Kilometer weiter zur Waldfeuchter Mühle zu wandern. Die nämlich setzt den Mühlengesang auf ihrem Schmuckbrett fort. Die Haarener Mühle entstand 1842 als Getreide- und Ölmühle. Erbaut wurde sie von Familie Frenken. 1858 kam eine Dampfmaschine hinzu. Letzter Müller aus dieser Familie war der Schwiegersohn Küppers. 1921 wurde das Anwesen an den Müller Jacob Verbeek aus dem holländischen St. Odilienberg veräußert. Den Verbeeks gehört die Mühle noch heute. In der Nacht vom 14./15.11.1940 zerrte der Sturm so heftig an den Flügeln,


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dass die Ankerpflöcke aus dem Boden gerissen wurden und die Flügelachse sich schnell und schneller zu drehen begann. Dadurch erhitzte sich das Bremsholz und geriet in Brand. Von der alsbaldigen riesigen Fackel blieb am Ende nur die leere Turmhülle zurück. Da Mühlen aber damals kriegswichtige Versorgungsbetriebe waren, wurden unverzüglich im holländischen Alkmaar Flügel, Achse und König aus einer im Abbruch befindlichen Mühle gekauft. Das große Achsrad trug die Jahreszahl 1736. Bis 1950 war die Mühle regulär in Betrieb. Aber sie ist keineswegs in den Ruhestand getreten. Die Familie Verbeek hält sie mit Sorgfalt instand und lässt sie noch regelmäßig laufen.