Museumswindmühle Breberen

Ihre Bilau-Metallflügel stammen aus einer Mühle des Wallfahrtsortes Kevelaer. Aber es lag dennoch auf ihnen kein Segen. Heiligabend 1954 stürzte der junge Müller Heinz Schmitz tödlich ab, als er etwas an der Steuerrosette richten wollte. Der Unfall ereignete sich vor den Augen seines Bruders Josef Schmitz, des letzten Breberener Müllers. Die Familie Schmitz ist Nachfahrin des Müllers Ohlenforst, der die Mühle 1842 erbaute. 1919 wurde sie stillgelegt und das Mahlgeschäft im Dorf mit elektrischem Antrieb weitergeführt. Aber es war nur eine Betriebspause. Denn die Mühle gehörte zu denjenigen Unternehmen, die im Zuge von Energiesparmaßnahmen des NS-Regimes reaktiviert wurden. Nach umfangreichen Instandsetzungen begann man 1937 wieder zu mahlen.


Museumswindmühle Breberen
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Das Mahlen ist ein friedliches Geschäft – nicht jedoch die Artillerie-Beobachtung. Zu letzterer eignete sich der Mühlenturm wegen seiner Lage in Grenznähe ganz besonders. Folglich blieb er nicht vom Kriegseinsatz verschont. Als sich 1945 der Pulverqualm verzogen hatte, war die Mühle ohne Hut und besaß nur noch drei Flügel. Aber man flickte sie wieder zusammen, weil ohne Mehl kein Brot zu backen war. Noch bis 1961 tat sie Dienst in „Sturm und Wetter“ – wie oben an der Kappe zu lesen ist. 1964 erwarb sie dann der Kreis Heinsberg und betrieb sie als Museumsmühle bis zum Verkauf an die Gemeinde Gangelt im Jahr 2006. Seit diesem Zeitpunkt sind Karl-Heinz Tholen und dessen Sohn Peter aus Breberen Betreiber der Mühle. Sie sind Nachfahren der Erbauerfamilie und auch der Familie Schmitz.