Verein Historische Mühlen im Selfkant e. V.

Getreidewissen


Hier können Sie Wissenswertes über unser Brot- und Futtergetreide "auflesen"
Dinkel (niederländisch spelt)
Gerste (gerst)
Hafer (haver)
Mais (mais)
Roggen (rogge)
Weizen (tarwe)
Triticale (tarwerogge)
und das sogenannte Pseudogetreide
Buchweizen (boekweit)

Wenn man in unserer Region von Korn - mundartlich etwa Koare - spricht,
dann ist Roggen gemeint. Weizen wird als Weet und Gerste als Jeäsch bezeichnet.

Bild "Wissenswertes:Getreide_am_Halm.JPG"
Bild "Wissenswertes:Getreidekoerner.jpg"

Und so unterscheidet man die wichtigsten Getreidesorten leicht voneinander.

Bild "Wissenswertes:Unterscheidungsmerkmale.JPG"

Und so sieht ein aufgeschnittenes Weizenkorn aus

Bild "Wissenswertes:Weizenkorn_-_Aufbau.JPG"

Was ist das - Schrot, Dunst, Mehl und Co ?
Mühlenerzeugnisse

Was ist eigentlich...?

Bild "Wissenswertes:Couscous_und_Bulgur.jpg"

Bild "Wissenswertes:Muehlenerzeugnisse.JPG"

In der Lümbacher Mühle in HS-Kirchhoven haben wir einen Schaukasten mit den häufigsten Mahlgetreidearten ausgestellt. In diesem Schaukasten sind die Früchte von Dinkel, Gerste, Hafer, Roggen, Weizen und Mais auf dem Halm und entspelzt zu sehen.

Bild "Wissenswertes:Getreideschaukasten.jpg"

Dazu ist je Getreideart eine Kurzvorstellung zu sehen.
Bild "Wissenswertes:Getreidevorstellungstafeln.JPG"

Da das Getreide nur eine maximale Restfeuchte von ca. 15 % haben durfte, wurde schon sehr früh gemessen. Wir haben in Kirchhoven noch zwei alte, originale Messgeräte ausgestellt.
Mit dem linken (Hygrorekord) wurde Mehl getestet und mit dem rechts dargestellten (Aqua-Part) das ganze Korn oder Schrot, aber auch Mehl.

Bild "Wissenswertes:Bilder_10.8.11_18.JPG"

und das Niebuhr-Feuchtemessgerät Bild "Wissenswertes:Niebuhr_Messgeraet.jpg"

Zu lagerndes Getreide darf nur eine maximale Restfeuchtigkeit von 15 % haben,
damit es bei der Lagerung nicht fault oder schimmelt.
Hier eine Tabelle dazu, wieviel Restfeuchte für welches Getreide...
Maximalfeuchte von Lagergetreide.

Was ist die sogenannte Typenzahl ?

Mehle (niederl. meel) werden nach der sogenannten Typenregelung (DIN-Norm 10 355) unterschieden.  Die Typenzahl wird bestimmt, indem man Mehl bei etwa 900 °C verglüht, bis nur noch die Mineralstoffe übrig bleiben. Diese Mineralstoffmenge (früher Asche genannt) in mg aus 100 g Mehl entspricht dann der Mehltype. 100 g Weizenmehl der Type 1050 enthalten also beispielsweise 1050 mg Mineralstoffe.
Auszugsmehle (niederl. bloem) sind die hellen Mehle wie die Type 405 (das „klassische“ Haushalts- und Kuchenmehl), die gänzlich ohne die Schalen des Korns gemahlen werden. Für Auszugsmehle wird lediglich der Mehlkern verarbeitet. Auch die hellen Mehle enthalten wertvolle Mineralien.
Daneben werden Vollkornschrot, Vollkornmehl, Grieß und Dunst hergestellt, die keine Typenzahl haben, sondern im Feinheitsgrad unterschieden werden.
Infos gibts hier.

Weiter zu Holz im Mühlenbau